Eine uralte Geschichte des Tattoos

Ötzi – die Steinzeitmumie, über 5000 Jahre alt

Beim Wandern in den Alpen entdecken 1991 Helmut und Erika Simon eine Leiche aus der Jungsteinzeit. Dieser faszinierende Fund, dessen Entdeckung um die Welt geht und das Ehepaar weltberühmt macht, ist die älteste Mumie der Welt! Ötzi wird benannt nach dem Fundort „den Ötztaler Alpen“, Forscher nehmen die Mumie genauestens unter die Lupe. Es wird vermutet, dass Ötzi von einem Pfeil verwundet wurde und dabei oder bei dem Versuch verletzt die Alpen zu überqueren, starb und unter Schnee und Eis 5000 Jahre lang begraben lag.

Aber was hat Ötzi mit Tattoos zu tun?

Bei der Untersuchung der Gletschermumie wurde eine atemberaubende Entdeckung gemacht – Unglaublich …. Ötzi trug 61 Tätowierungen auf seinem Körper!

Diese Tattoos waren nicht so wie ihr sie heute kennt, keine Namen, Sprüche, Totenköpfe, Tiere oder andere Kunstwerke – nein, es waren diverse aber auch einfache Strichmuster. Die Strich-Tattoos der Mumie wurden zwischen 0,7 und 4 cm lang in die Haut gestochen. Es lassen sich verschiedene Strichmuster erkennen, die Tattoos sind nicht wahllos gestochen, sondern jeweils zu zweit oder dritt manchmal auch zu viert parallel zueinander liegend.
Die Tätowierungen wurden mit Kohlepulver in die Wunden gerieben. Die ersten Tattoos sind gleich schon dem Finderehepaar aufgefallen, mit der Zeit wurden immer mehr Strichmuster auf Ötzis ledriger Haut von Wissenschaftlerin im Institut entdeckt.
Mit modernsten Techniken dokumentieren Wissenschaftler alle Funde haargenau, diese sind mit dem blossen Auge gar nicht für uns zu erkennen. Der Körper wird aus verschiedenen Blickwinkeln mit dem Licht der unterschiedlichen Wellenbereiche fotografiert, das Spektrum reicht von Infrarot bis Ultraviolett. Die Strichtätowierungen werden auch für das menschliche Auge sichtbar, indem die Tattoos in den tieferliegenden Hautschichten erkennbar werden – dies nennt sich „Multispektralfotografie“! Die Gletschermumie ist natürlich konserviert worden, d.h. gefroren, für dieses spezielle Verfahren musste die äusserste Eisschicht der Mumie abgetaut werden.


Welchem Zwecke diente in der Steinzeit ein Tattoo?

Zwei Tätowierungen wurden gefunden, die nicht in dieses Muster reinpassen, dieses sind Kreuze, eines davon an der Innenseite des rechten Knies, eines an der linken Achillesferse sowie auch ein Tattoo am Brustkorb. Vermutet wird, dass all die Tätowierungen zu Akupunkturzwecken gedient haben sollen, eventuell für Rücken oder Gelenkprobleme, da fast alle Tattoos bis auf das eine auf der Brust im Rücken- oder Beinbereich liegen. Eine medizinische Studie aus dem Jahre 2012 ergab, dass Tätowierungen an Akupunkturstellen tatsächlich eine Wirkung haben können. Es wird hier noch immer weiter geforscht…

Eins steht auf jeden Fall fest… auch vor 5.000 Jahren waren Tattoos schon angesagt …. ob zu Schönheitszwecken oder für medizinische Zwecke - die Vorteile von Tattoos haben die Menschen damals schon für sich entdeckt. Wir finden das super! Bei uns könnt ihr euch ein Tattoo (nicht zu medizinischen aber zu Schönheitszwecken) stechen lassen. Unsere erfahrenen Tätowierer stehen euch hierbei für Fragen und Beratungen sehr gerne zur Seite.

Kommt doch vorbei oder vereinbart einen Termin. Wir freuen uns auf euch!