Pascal bringt den Sturm von Hamburg nach St. Gallen

Pascal - neuer Store-Manager Skin Deep Art

Pascal, du bist seit 1. Februar der neue Studio-Manager von Skin Deep Art. Wie ist es dazu gekommen?

Meine Freundin Tatjana Noir ist bereits Gast-Tätowiererin bei Pele. So hatte ich immer schon Kontakt zu Skin Deep Art. Ich führe in Hamburg bereits den Pink Rabbit Tattoo Shop. Irgendwann hat Pele mich angerufen und gesagt, er brauche genau so einen wie mich. Es hat von Anfang an gepasst. Ich bin stolz, bei der Nummer 1 der Ostschweiz zu sein.

Erzähl uns mal was über dein Studio in Hamburg.

Das Pink Rabbit liegt im südlichen Teil von Hamburg. Das Studio ist voll mit Graffiti und künstlerisch aufgebaut, richtige Hamburger Street Art. In unserem Team kann jeder Mitarbeiter seine Fähigkeiten und seinen eigenen Stil miteinbringen. So haben wir uns über die Jahre einen guten Namen aufgebaut.

Wie würdest den Tattoo-Style in Hamburg beschreiben.

Wild! Hamburg ist eine Grossstadt. Alles ist ein bisschen impulsiver und stürmischer als in der Schweiz. Die Hamburger sind sehr offen und entscheidungsfreudig. Sie machen sich weniger Gedanken. Wir haben in Hamburg sogar Lehrer, die sind voll tätowiert bis zu den Händen. Das wäre in der Schweiz unvorstellbar.

Bringst du diesen wilden Tattoo-Groove von Hamburg jetzt nach St. Gallen mit?

Ja, aber in einer abgeschwächten Form. Der Sturm von Hamburg wäre hier ein bisschen zu rau. Ich versuche es zuerst einmal mit einer schwachen Brise.

Du schmeisst künftig die beiden Läden Pink Rabbit und Skin Deep Art. Was gibt es da für Synergien? Wie können die Kunden davon profitieren?

Auf jeden Fall gibt es einen Austausch der Tätowierer. Die Hamburger kommen hierher und umgekehrt. Wir haben schon einen Lehrlings-Austausch gemacht. Das hat super geklappt und alle konnten davon profitieren – neue Menschen, neue Styles und neue Impressionen. Die Zusammenarbeit ist einfach geil für alle Seiten und für die Kunden wird es künftig noch viel mehr coole Tattoo-Künstler geben.

Fliegst du nun ständig hin und her oder wie machst du das?

Ja, ich bin Meilensammler. Ich habe eine Wohnung in St. Gallen und Hamburg. Ich bin immer dort, wo man mich gerade braucht. Dank den modernen Kommunikationsmitteln lassen sich Herausforderungen aber auch mal meistern, ohne selber im Studio anwesend zu sein.

Hast du schon Ideen, die du bei Skin Deep Art anpacken möchtest?

Ich habe hunderte Ideen. Aber ich will nicht gleich alles über den Haufen werfen, sondern Schritt für Schritt ein paar Erneuerungen einführen. Ich bin ein Fan von Conventions. In Hamburg sind wir jährlich europaweit an 18-20 Conventions. Da ist man nahe bei den Menschen, man spürt den direkten Ausstauch und hat die gleichen Interessen. Jede Convention ist Weiterbildung und Networking zugleich. Wer weiss, vielleicht werden wir künftig mit Skin Deep Art ein paar Conventions aufmischen.

Wie erreicht man dich am besten? Wann bist du jeweils in St. Gallen?

Ich bin wöchentlich an drei bis vier Tagen bei Skin Deep Art. Am besten einfach im Studio an der Goliathgasse vorbeikommen, anrufen oder eine Mail schreiben.

Was sind deine Hauptaufgaben?

Ganz einfach gesagt: Ich muss schauen, dass der Laden läuft. Ich versuche den Überblick zu behalten, das grosse Ganze zu sehen. Wir haben viele Ziele, die wir gemeinsam als Team erreichen wollen. Da bin ich sicher der Antreiber. Die wichtigsten sind die qualitativen Ziele: Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und sicherstellen, dass alle Kunden und Mitarbeitenden zufrieden sind.

In den letzten Monaten brodelte es in der Gerüchteküche. Es war sogar einmal die Rede davon, dass du im ehemaligen Ex Libris bei Marktplatz ein Tattoo Shop eröffnen möchtest.

Ja, das habe ich auch gehört, ich kann dazu nur sagen, dass wir ständig dabei sind, unsere Fühler auszustrecken und uns für die Zukunft gut aufzustellen. Wir möchten den Kunden auch künftig die besten Styles und den besten Service bieten. Man darf also gespannt sein, was noch alles kommt!