Helix-Piercing

Das Helix-Piercing zählt zu den Klassikern unter den Piercings, seit Jahren überlebt dieses Piercing manch anderen Piercing-Trend. Das Helix-Piercing wird durch die Helix gestochen (Helix= wulstartigen Umrandung der Ohrmuschel). Dieses Ohr-Piercing hat bei vielen Völkern der Welt schon eine lange Tradition

Das Helix-Piercing zählt zu den Klassikern unter den Piercings, seit Jahren überlebt dieses Piercing manch anderen Piercing-Trend. Das Helix-Piercing wird durch die Helix gestochen (Helix= wulstartigen Umrandung der Ohrmuschel). Dieses Ohr-Piercing hat bei vielen Völkern der Welt schon eine lange Tradition.

In Afrika ist das Helix-Piercing bei zahlreichen Volksgruppen wie z.Bsp. den Massai bekannt. Bei dem in Kenia sesshaften Volk der „Kikuyu“ wird dieses ausgefallene Ohr-Piercing mit einem besonders grossen Durchmesser in der Ohrkante getragen und ist dort als ein Symbol für Schönheit und Wohlstand zu bewerten.
Aber auch in Südostasien gilt dieser Ohrschmuck bei manchen Völkern wie z.Bsp. den Dayaks in Borneo als ein traditionelles Piercing. Besonders grosse Löcher in der Ohrkante mit eingesetzten Eckzähnen oder Klauen von Tieren wie Bären oder Leoparden erfreuen sich dort von Jägern besonderer Beliebtheit. Dieser Ohrschmuck steht bei den Jägern in Südostasien als ein Zeichen für erfolgreiches Jagen und zeigt auch den sozialen Rang. In Indonesien tragen oft ältere Frauen dieses Piercing, dieses soll die Reife der Frau darstellen.

Das Helix-Piercing wurde während der 90er Jahren dann auch im westlichen Kulturkreis als eine seltene Variante des Ohrlochs etabliert und erfreut sich seitdem immer grösserer Beliebtheit. Das Stechen sollte immer von einem erfahrenen Piercing-Spezialisten erfolgen, bei dem erst einmal ein Vorgespräch mit Erläuterung aller sich daraus ergebenden Risiken erfolgt. Nach genauester Erkundung kann dann das Stechen erfolgen. Vor dem Stechen wird zunächst einmal die Haut gründlich desinfiziert und die Einstichstelle – meist auf der Vorderseite der Ohrmuschel – markiert und dann mit einer speziellen Nadel durchstochen. Das Stechen des Helix-Piercings ist unter Umständen schmerzhafter aufgrund der knorpeligen Körperstelle. Da der Knorpel nicht durchblutet wird dauert die Heilung auch länger wie bei einem normalen Ohr-Piercing (Ohrläppchen). Eine Alternative zum Stechen des Helix-Piercings mit der Nadel stellt das Punchen dar. Es wird etwas Knorpelgewebe vor dem Piercen entfernt, diese Methode vermindert Schmerzen und verkürzt die Heilungszeit. Die Heilungszeit eines Helix-Piercings ist in der Regel drei bis sechs Monate, beim Punchen dagegen verkürzt sich die Heilungszeit auf zwei bis vier Wochen.
Ist die Piercingmethode dann sorgfältig ausgewählt und in die Tat umgesetzt worden, kann ein geeignetes Schmuckstück ausgewählt werden. Oft wir ein Ball Closure Ring eingesetzt, alternativ können auch Labret-Stecker benutzt werden. Für den Erstschmuck nach dem Stechen wird ein Barbell oder Labret empfohlen.

Das Helix-Piercing kann an allen Stellen der Ohrkante angebracht werden, direkt oberhalb des Ohrläppchens bis oberhalb um die Ohrmuschel-Rundung herum. Ein Durchstechen nah am Ansatz der Ohrkante nennt sich ein „Forward-Helix-Piercing“, dieses Piercing kann auch mit einem „Helix-Piercing“ kombiniert werden.
Beim Vorgespräch werden alle Methoden und Varianten ausführlich erläutert. Dann kann es losgehen!

Bilder - Helix-Piercing

Passender Schmuck für das Helix-Piercing