Nasenpiercing

Das Nasenflügelpiercing (Nostril) wurde vor etwa 4000 Jahren im Mittleren Osten bekannt. Im 16. Jahrhundert wanderte es dann nach Indien und wird seitdem noch heute dort praktiziert. Die Inder glauben, dass eine Geburt durch das Tragen eines Piercings am linken Naseflügel leichter verläuft, dies beruht auf der Ayurveda-Medizin.

Das Nasenpiercing hat eine lange Tradition in vielen Völkern der Welt. Das Nasenflügelpiercing (Nostril) wurde vor etwa 4000 Jahren im Mittleren Osten bekannt. Im 16. Jahrhundert wanderte es dann nach Indien und wird seitdem noch heute dort praktiziert. Die Inder glauben, dass eine Geburt durch das Tragen eines Piercings am linken Naseflügel leichter verläuft, dies beruht auf der Ayurveda-Medizin. Die Frauen des Volksstamms des indischen Bundesstaats Arunachal Pradesh namens Apatani tragen eine Holzplatte in beiden Nasenflügeln mit geweihten Piercings. Dies entspricht so ihrem Schönheitsideal. Man vermutet, dass diese Tradition ursprünglich durchgeführt wurde um für Männer aus benachbarten Volksstämmen unattraktiv zu wirken. Jüngere Frauen pflegen diese Art von Tradition allerdings nicht mehr. Die Frauen eines weiteren Volksstamms „die Matsé“ im Amazonasbecken tragen mehrere Piercings in den Nasenflügeln.
In den 70er Jahren wurde das Nostril-Piercing von der Hippie-Bewegung entdeckt. Auch spielte das Piercing in der Punk-Szene eine grosse Rolle. Vorreiter waren Popstars wie z.Bsp. Lenny Kravitz oder Slash. Heute hat sich das Nasenpiercing als ein häufiges Piercings etabliert, sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

Das Nasenflügelpiercing wird häufig mit einer Ohrlochpistole vom Juwelier geschossen. Das wird allerdings aus medizinischer Sicht nicht empfohlen – das Gewebe kann reissen. Es wird dringend geraten sich bei dem Wunsch nach einem Nasenflügelpiercing an ein professionelles Piercingstudio zu wenden. Dort wird nach ausgiebiger Beratung und Aufklärung das Piercing mit einer Venenverweilkanüle gestochen. Die Hautpartie wird zuerst desinfiziert, die Einstichstelle wird dann markiert und danach durchstochen. Als Erstpiercing wird ein „Gesundheitsstecker“ verwendet, vorzugsweise ein „gebogener Nasenstecker“, „Labret-Stecker“ oder „Ball Closure-Rings“. Da in der Nase viele Nerven verlaufen, wird das Nasenflügelpiercing oft schmerzhaft empfunden. Die Heilung dauert in der Regel ca. 2-4 Monate.

Eine weitere Art des Nasenpiercings ist das „Bridge“. Bei dieser Piercingart wird am oberen Ende des Nasenrückens in die Hautfalte über dem Nasenbein zwischen den Augen gestochen. Dieses Piercing ist ein schwieriges Piercing und nicht bei jedem zu empfehlen. Es sollte auf jeden Fall nur von einem erfahrenen Piercer durchgeführt werden und ist nicht als Anfängerpiercing geeignet. Die Heilung eines solchen Piercings liegt bei ca.2-3 Monate.

Das „Septum“ ist ein weiteres Nasenpiercing. Dieses wird am unteren Ende der Nasenscheidewand durch das Mischgewebe von Haut und Knorpel gestochen. Da so gut wie niemand eine gerade Nasenscheidewand hat, ist es sehr schwierig für das Piercing gerade zu plazieren. Auch hier erfordert es einen erfahrenen und geschickten Piercer. Die Nase ist nach dem Stechen empfindlich. Das „Septum-Piercing“ verheilt ca. in 1-2 Monaten.

Bilder - Nasenpiercing

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