Piercings - Die Geschichte

„Ein Piercing geht um die Welt – die Entstehung und Geschichte des Piercings“

Ein Piercing … das ist heutzutage natürlich keine Seltenheit mehr, überall auf der Straße sieht man diesen schönen Körperschmuck aufblitzen. Doch woher kommt diese Eigenart sich Löcher durch seinen Körper zu bohren um diesen dann mit Ringen oder Steckern zu verschönern? Wir sind dem mal auf den Grund gegangen und haben für euch die wahre Geschichte des Piercings erkundet …..

Kurz allgemein – was ist ein Piercing?

Das Piercing ist auf alle Fälle eine Form des Körperschmucks, wobei Ringe oder Stäbe durch die vorher durchstochene Hautregion gesteckt werden. Es gibt eine Menge verschiedener Piercingarten wie zum Beispiel das Nasenpiercing, Zungen- oder Augenbrauenpiercing, Helix, Piercing an Bauchnabel, Brustwarzen oder Intimpiercings, überall aber vorallem an Hautstellen mit viel Fettgewebe oder auch Knorpelschichten, ist ein Piercing möglich und in unserer heutigen Zeit sehr populär.

Die Entstehung und Geschichte des Piercings geht über 7000 Jahre zurück. Bereits damals haben Menschen verschiedener Kulturkreise ihren Körper auf diese Weise geschmückt. Das Durchstechen verschiedener Körperstellen wie zum Beispiel an Lippen oder den Ohren wurde als traditioneller Körperschmuck praktiziert. Als Beweis hierfür dienen Schmuckfunde und Zeichnungen – Relikte der damaligen Zeit. Es handelte sich damals nicht so wie heute um eine rein modische Schmuckfunktion, sondern diente vor allem Abgrenzungen zu anderen Volksstämmen, für spirituelle Rituale, Zelebrierung von Veränderung der Reife oder als Hinweis auf den gesellschaftlichen Rang. Der Schmuck der Ureinwohner Amerikas, Afrikas und Asiens wurde aus Holz, Quarz, Horn, Knochen, Perlmutt, Ton oder sogar aus einfachem Metall gefertigt. Es gibt Belege für erste Ohrlöcher in Ägypten im Jahre 1550 v. Chr. – die Totenmaske eines altägyptischen Pharaos zeigte geweiteten Ohrlöchern. Dieses Phänomen kann man auch bei Buddha-Statuen oder Relikten der Azteken beobachten. Auch Überlieferungen des Volksstammes Olmeken zeigen gedehnte Ohrlöcher auf, sowie mittelamerikanische Völker wie die Purépecha oder Zapoteken praktizierten das Schmücken von Ohren, Lippen durch Lippenpflöcke und Septumschmuck.

In anderen Kulturkreisen wie den „Mursi“ in Äthiopien trägt man heute noch häufig durchstochene, eingeschnittene und geweiteten Piercings in Ohren und Lippen oder häufig Tellerlippen. Das gehört dort zum gängigen Schönheitsideal. Das dient aber auch dem Status der Frau, je größer der Teller desto größer das Ansehen der Frau. Heute wird dies als Touristentradition angepriesen. In anderen Ländern wir z.Bsp. in Indien ist das Tragen von traditionellen Steckern in den Ohrläppchen und dem Nasenflügel stark verbreitet, bei Kindern wird in Indien im Rahmen eines traditionellen Rituals Ohrlöcher gestochen um die Kinder vor Krankheiten zu schützen, so glauben die Inder. In Europa sind hingegen wenige Hinweise auf alte Piercingtraditionen bekannt - eine ca. 2600 Jahre alte Bronzemaske der Kelten aus der Hallstattzeit dient als Beweis, diese weist beidseitig Ohrlöcher auf.

Das Piercing ist aber nicht nur für modische und kulturelle sondern auch für spirituelle Zwecke gefragt. Damals wie auch heute wird das Piercing in verschiedenen Kulturkreisen für spirituelle Rituale verwendet.

In Mittelamerika wurden zu längst vergangenen Zeiten Ohren, Wangen, Zungen und sogar Genitalien als Opfergabe und zur inneren Reinigung durchstochen. In Thailand findet noch heute und das bereits seit dem Jahre 1825 jährlich ein spirituelles Fest statt, bei dem sich viele Teilnehmende einer Prozession unterziehen, bei der Körperstellen wie unter anderem Wangen oder Zunge mit Gegenständen wie Schwertern, Ästen oder Eisenstangen gestochen werden. Dies soll dazu dienen als Medium der neun Schutzgeister zu fungieren, so sagt die thailändische Tradition. Aber auch in Malaysia wird jedes Jahr ein Festival zelebriert, wobei die in Trance versetzten Menschen Haken oder Spieße durch ihre Körperstellen stechen. Dieses Ritual soll die Sünden abwaschen. Bekannt ist auch eine Zeremonie verschiedener Indianerstämme, wie der Sonnentanz, bei dem sich Tänzer Haut an Rücken und Brust durchstechen, danach werden Holzpflöcke durchgeführt. Diese Holzpflöcke sind mit Schnüren verbunden. Die Einwohner tanzen dann vier Tage lang von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergange um den Baum an dem diese Schnüre gebunden werden.

Diese zahlreichen traditionellen Rituale erscheinen für uns Europäer teilweise sehr kurios, da sich das Piercing bei uns in der westlichen Welt hauptsächlich als ein modisches Phänomen etabliert hat, Piercings aus kulturellen oder spirituellen Gründen werden bei uns nicht durchgeführt, auch Beweis dafür, dass unsere Piercings eine lange Tradition haben, sind nicht bekannt, früher galten Piercings sogar als verpönt, während das Piercing heute definitiv in unserer Gesellschaft angekommen ist und von allen Gesellschaftsschichten getragen wird. In den 60er Jahren erlangen Ohr- und Nasenpiercings erstmals Bekanntheit und Beliebtheit in der westlichen Welt, als in der Hippie-Zeit diese aus Indien zu uns nach Europa gebracht wurden. Ende des 20. Jahrhunderts war der Ohrloch-Trend erstmals Frauen vorbehalten, erst später etablierte sich auch dieser Trend für Männer. Vereinzeln existieren Piercingtraditionen, wie das traditionelle Ohrloch mit einem Zimmermannsnagel bei Zimmerleuten im Rahmen der Walz oder das rechte Ohrloch in der Schwulenszene als Erkennungszeichen. Das Piercing ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. In zahlreichen Variationen, Formen und Farben verschönern diese unseren Körper.

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